Fassade

Titanzink-Verbundplatte mit Kunststoffkern

NedZink NOVA COMPOSITE

NedZink ist Lieferant der Standard Fassadenplatte „NOVA Composite“  in den Abmessungen 4,0 x 1000 x 3200 mm. Die Herstellung der Endprodukte wie z.B. Kassetten, Profile, Kantteile, etc. ist von spezialisierten Fachbetrieben durchzuführen. Gerne unterstützt Sie NedZink bei der Suche eines passenden Fach- und Fassadenbaubetriebs.

Perfektion in der Fassade – so kann der Einsatz dieser hochwertigen Fassadenbekleidung beschrieben werden. Ein Material mit einer Jahrhunderte alten Tradition, das gleichzeitig den kreativen Ideen und architektonischen Anforderungen von morgen aufgeschlossen gegenübersteht.

NedZink NOVA COMPOSITE ist eine ebene Verbundplatte, die an der Ober- und Unterseite aus jeweils einer Lage vorpatiniertem NedZink NOVA und einem Kunststoffkern (LD-PE) besteht. Die Kombination dieser Werkstoffe sorgt für eine extrem ebene und stabile Platte, die für zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten einsetzbar ist, besonders als Fassadenbekleidung. NOVA COMPOSITE kann mit handelsüblichen Maschinen und Werkzeugen verarbeitet und zugeschnitten, als Kassette angefertigt oder einfach als Platte verschraubt, genietet oder geklemmt werden.

Die enorme Festigkeit von NOVA COMPOSITE wird durch die Plattendicke von insgesamt 4 mm erreicht. Das Titanzink an der Ober- und Unterseite hat eine Dicke von jeweils 0,50 mm und der Polyethylen LD-PE Kern von 3 mm.

Die Festigkeit und Eigenstabilität der Platte erlaubt großformatige Fassadenbekleidungen mit gleichzeitig außergewöhnlich ebener Oberflächenoptik ohne jegliche Wellenbildung. Hinzu kommt die gute Verformbarkeit von NOVA COMPOSITE zu gerundeten Elementen und Formen. Auch 3-D Explosiv-Verformungen lassen sich mit der Platte herstellen. Dank dieser Entwicklung werden die Möglichkeiten der Titanzink-Fassadenbekleidung deutlich erweitert. NedZink bietet Architekten, Bauherren und Handwerkern, die eine Gebäudehülle planen, ein Produkt, welches sich für unterschiedlichste Anwendungs- und Montagemöglichkeiten eignet.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Montage:

Verkleben                                  Klemmen                                  Schrauben                               Einhangsystem

Produkteigenschaften NedZink NOVA COMPOSITE
Standardabmessung3.200 x 1.000 mm
Standard Plattendicke4 mm
Plattenaufbauoben und unten: 2 x 0,5 mm NedZink NOVA
Kern: 3 mm Polyethylen LD-PE
ToleranzenDicke: -/+ 0,2 mm
Breite: -0 /+ 2,0 mm
Länge: -0 /+ 4,0 mm
Diagonal: max. 3,0 mm
Gewicht Standardplatte (4 mm)9,96 kg / m²

 

Technologische Werte
LegierungTitanzink nach DIN EN 988
Zugfestigkeit (Rm)min. 150 N/mm²
Dehngrenze 0,2%min. 110 N/mm²
Elastizitätsmodul≥ 80.000 N/mm²
Temperaturverhalten °C– 50 bis + 80
Ausdehnungskoeffizient0,022 mm/m*K
KernschichtPolyethylen (LD-PE)
– Dichte0,92 g/cm³
AußenseitenTitanzink
– Dichte7,2 g/cm³

 

 

Kassettensysteme

Profilbeschreibung

Die Fassadenbekleidung mit Kassetten ergibt eine flächige, gleichmäßig rechteckig strukturierte Ansicht. Konstruktiv wird eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade erstellt. Die rechteckigen oder quadratischen Kassetten sind mit Rückkantungen aus der Montageebene versehen, die auch der Befestigung dienen. Horizontal und vertikal kann mit unterschiedlichen Fugenbreiten gearbeitet werden, wodurch ein hohes Maß an Flexibilität erreicht wird. Durch die umlaufenden Kanten erhöht sich die Steifigkeit des Profils. Auch größere Blechformate liegen somit plan in der Fassadenebene.

Die Fertigung der Kassetten erfolgt als Kantprofil. Produktion und Lieferung erfolgen ausschließlich objekt- und auftragsbezogen.

Oberflächenqualität

Sämtliche, sich im NedZink Lieferprogramm befindlichen Oberflächen, können für die Kassettenausführung gewählt werden. Im Sinne einer gleichmäßigen Oberflächenansicht von Beginn an, ist zur Verwendung von vorbewittertem NedZink NOVA oder NOIR mit Schutzfolie zu raten. Wird sich für die Fassadenbekleidung mit Profilen der walzblanken Oberfläche NATUREL entschieden, ist der natürliche Bewitterungsprozess und deren Entwicklungsstadien zu berücksichtigen. Die Bauerfahrung zeigt, dass die zu Beginn ungleichmäßige Bewitterung im Fassaden- und unmittelbaren Sichtbereich aus NATUREL oftmals Probleme mit der Akzeptanz seitens der Bauherrschaft aufwirft.

Abmessungen
Materialdicke1,00 mm; 1,10 mm
Baubreiten200 – 500 mm
Zuschnittbreitemax. 1000 mm
Profillängeauf Anfrage
Profilhöhe20 – 100 mm

Weitere Abmessungen auf Anfrage

Unterkonstruktion

Die Kassetten werden als hinterlüftete Konstruktion auf nicht vollflächigen Holz- oder Metallunterkonstruktionen montiert. Die Befestigung erfolgt mittels Konsolen oder Agraffen. Geeignete Systeme für Unterkonstruktionen sind von mehreren Herstellern auf dem Markt. Informationen hierüber auf Anfrage.

Verarbeitung / Montage

Das Gesamtpaket einer Kassettenfassade besteht aus mehreren Komponenten: Tragwerk, Unterkonstruktion, Wärmedämmung, Hinterlüftungsebene und Sichtfläche in Form der Kassette. Bauteilbewegungen infolge thermisch bedingter Längendehnung werden durch die Begrenzung der Feldgrößen sowie Auslenkung der Unterkonstruktion ausgeglichen. Die Befestigung der Kassetten erfolgt in der Regel in Niet oder Schraubtechnik, mit Befestigungswinkel oder mittels Bolzeneinhang direkt an der Unterkonstruktion. Die Montage kann unabhängig von der Witterung ganzjährig durchgeführt werden.

Individuelle Gestaltung für die Fassade

Das NedZink Rautensystem

Dieses System findet bei der Bekleidung von Fassaden, sowohl bei großen und kleinen Flächen Verwendung. Das Spektrum der Produkte erstreckt sich von Großrauten über Spitz- zu Quadratrauten.

Die NedZink Großrauten eignen sich besonders zur Ausführung großflächiger Fassaden mit glatter, ebener Ansicht. Spitz- und Quadratrauten kommen eher bei kleinflächigen Fassadenteilen zur Anwendung.

Durch die Verbindungstechnik der Rauten durch Einhängen in Rück- und Vorkantungen sind auftretende Bewegungen der Elemente untereinander – ob nun z.B. aus thermisch bedingten Materialbewegungen, Bauteilbewegungen oder Windsoglasten schadenfrei aufzunehmen. Rauten aus Zink haben eine lange Tradition. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts begann deren Anwendung in Mitteleuropa. Vor allem der Einsatz als Wetterschutzbekleidung der beiden der Hauptwindrichtung zugewandten Seiten der Gebäude wurden ausgeführt. In den Hochlagen der Mittelgebirge wurden und werden auch heute noch vollständige Wandbekleidungen bzw. Dacheindeckungen erstellt. Die Vielfalt der Formen und Abmessungen nahm im Laufe dieser Entwicklung stark zu und fand in der Zeit des Jugendstiles ihren Höhepunkt.

Spitz- und Quadratrauten

Dass NedZink Rautensystem besteht aus kleinen, gleich gestalteten und gekanteten Blechelementen, diese werden ineinander gehakt. Dadurch ist auch das Bekleiden und Eindecken runder und gewölbter Flächen gut auszuführen.

Befestigung

Die Rauten werden durch Einhängen von Schiebehaften in die Vorkantungen der Oberkanten befestigt. Die Rückkantungen der Unterkanten greifen in die Vorkantungen der darunter liegenden Rauten ein. So entsteht ein “schuppenartiger” Verband der Einzelelemente untereinander, der das Niederschlagswasser sicher nach unten abführt.

Deckunterlage

Bei flachen Neigungen muss die Rauteneindeckung vollständig von einer Holzschalung getragen werden, die vorzugsweise aus unbearbeiteten, ungehobelten Schalbrettern, Mindestdicke 24 mm, besteht. Bei steileren Neigungen können Zwischenräume zwischen den einzelnen Brettern offen bleiben:
N = 40° – max. 10 mm
N > 40° – max. 100 mm

Abmessungen NedZink Schindeln

Rautenschindeln:

Höhe     302 mm (sichtbare Fläche)

Breite    210 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7-1,00 mm

Menge   26,74 Stück/m²

 

Höhe     450 mm (sichtbare Fläche)

Breite    298 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7-1,00 mm

Menge   13,23 Stück/m²

 

Höhe     685 mm (sichtbare Fläche)

Breite    428 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7-1,00 mm

Menge   6,26 Stück/m²

 

Quadratschindel:

Höhe     266 mm (sichtbare Fläche)

Breite    266 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7-1,00 mm

Menge  14,13 Stück/m²

 

Höhe     330 mm (sichtbare Fläche)

Breite    330 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7 – 1,00 mm

Menge   9,18 Stück/m²

 

Höhe     410 mm (sichtbare Fläche)

Breite    410 mm (sichtbare Fläche)

Varianten stumpfe & spitze Ecken

Dicke     0,7-1,00 mm

 

Höhe     510 mm (sichtbare Fläche)

Breite    510 mm (sichtbare Fläche)

Varianten stumpfe & spitze Ecken

Dicke     0,7-1,00 mm

 

Rechteckschindel:

Höhe     310 mm (sichtbare Fläche)

Breite    510 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7 – 1,0 mm

Menge   6,4 Stück/m²

 

Höhe     410 mm (sichtbare Fläche)

Breite    800 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7 – 1,0 mm

Menge   3,05 Stück/m²

 

Höhe     510 mm (sichtbare Fläche)

Breite    1000 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7 – 1,0 mm

Menge   2,0 Stück/m²

 

Architekturschindel:

Höhe     530 mm (sichtbare Fläche)

Breite    530 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7mm (bis1,00 auf Anfrage)

Menge   3,52 Stück/m²

 

Höhe     330 mm (sichtbare Fläche)

Breite    330 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7mm [bis 1,00 auf Anfrage)

Menge   9,2 Stück/m²

 

Höhe     430 mm (sichtbare Fläche)

Breite    430 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7mm (bis 1,00 auf Anfrage)

Menge   5,32 Stück/m²

 

Höhe     330 mm (sichtbare Fläche)

Breite    530 mm (sichtbare Fläche)

Dicke     0,7mm (bis 1,0 auf Anfrage)

Menge   5,71 Stück/m²

 

Fassadenbekleidung mit variablem Fugenbild

NedZink STECKFALZPANEEL

Das Steckfalzpaneel ist ein mit Nut und Feder vorgefertigtes Fassadenprofil zur Erstellung einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade. Der Paneeleinsatz ist sowohl für den Wohnungsbau, als auch für Industrie- und Bürogebäude geeignet. Die Paneele werden in Längsrichtung durch Einstecken in die “Einschubtasche” flächig miteinander verbunden und ergeben somit ein einheitliches Fassadenbild mit verdeckter, nicht sichtbarer Befestigung.

Gestalterisch bieten sich die Möglichkeiten einer horizontalen, vertikalen und diagonalen Ausrichtung der max. 6,00 m langen Paneelprofile. Des Weiteren kann die Fuge, die auch Schattenfuge genannt wird, zwischen 2-30 mm variabel ausgebildet werden.

Als Standardprofil werden rollgeformte NedZink Steckfalzpaneele geliefert. Sonderprofile für An- und Abschlussbereiche sowie vorgefertigte Eckprofile werden als Kantprofile gefertigt. Auf Wunsch sind auch die Paneele als Kantprofil erhältlich. Die Stöße der Paneele können mit Stoßverbindern oder Lisenenprofilen ausgebildet werden, so dass eine geschlossene Sichtfläche entsteht. Produktion und Lieferung erfolgen objektbezogen anhand eines Aufmaßblatt.

Oberflächenqualitäten

Sämtliche, sich im NedZink Lieferprogramm befindlichen Oberflächen, können für die Ausführung einer Paneelfassade gewählt werden. Im Sinne einer gleichmäßigen Oberflächenansicht von Beginn an, ist zur Verwendung von vorbewittertem NedZink NOVA oder NOIR mit Schutzfolie zu raten. Wird sich für die Fassadenbekleidung mit Profilen der walzblanken Oberfläche NATUREL entschieden, ist der natürliche Bewitterungsprozess

Standardabmessungen
KantprofilRollformprofil
Materialdicke0,70 – 0,80 – 1,00 mm0,70 – 0,80 – 1,00 mm
Profillängeempfohlen max. 4,0 mempfohlen max. 6,0 m
Achsmass – Standard200 / 250 / 300 / 333 mm0 /+ 2,0 mm
ZuschnittbreiteSichtfläche + 130 mmSichtfläche +110 mm
Fugenbreite2 mm – 30 mmmax. 30 mm
Paneelhöhe25 mm24 mm

Weitere Abmessungen auf Anfrage

und deren Entwicklungsstadien zu berücksichtigen. Die Bauerfahrung zeigt, dass die zu Beginn ungleichmäßige Bewitterung im Fassadenund unmittelbaren Sichtbereich aus NATUREL oftmals Probleme mit der Akzeptanz seitens der Bauherrschaft aufwirft.

Unterkonstruktion

Die Steckfalzpaneele werden als hinterlüftete Konstruktion auf nicht vollflächigen Holz- oder Metallunterkonstruktionen (z. B. Lattungen, Trapezprofile, mehrteilige UK-Systeme etc.) montiert. Geeignete Komplettsysteme für Unterkonstruktionen sind von mehreren Herstellern auf dem Markt. Informationen hierüber auf Anfrage. Die Befestigung erfolgt verdeckt mit Schrauben oder Nieten aus nichtrostendem Material. Die Quer- und Längsausdehnung muss in einer dehnungstechnisch getrennten Konstruktion berücksichtigt werden.

Systemkomponenten der Steckfalzpaneele

  1. Tragwerk (Stahlbeton / Mauerwerk)
  2. Unterkonstruktion ein- oder mehrteilig (Holzlattung und / oder Aluminiumprofile bzw. Trapezprofile aus Aluminium)
  3. Wärmedämmung (Faserdämmstoffe, etc.)
  4. Hinterlüftungsebene (von mind. 20 mm)
  5. Steckfalzpaneele in den oben genannten Ausführungen

 

 

Feder

Stulppaneele

Die Stulppaneele ist prinzipiell mit den Steckfalzpaneelen vergleichbar, jedoch werden die einzelnen Profile nicht per Fuge (Schattenfuge) getrennt, sondern überlappen sich im jeweiligen Profilfußpunkt schuppenartig. Dieses Prinzip ist auch bei Fassaden im Holzbau bekannt. Optisch stellt sich somit eine Schattenwirkung im Überlappungsbereich ein, die je nach Sonneneinstrahlung und Blickwinkel variiert.

Die besondere Kantenfolge im Fußpunkt sorgt für ein sicheres ineinandergreifen der Profile. Dadurch ist die Montage relativ schnell und sicher umzusetzen. Die Montagrichtung erfolgt von unten nach oben. Das jeweils obere Profil wird mittels Schrauben oder Nieten an der Unterkonstruktion befestigt, bevor das Folgeprofil die Befestigungspunkte wieder verdeckt. Der Vorteil ist eine nicht sichtbare Befestigung.

Oberflächenqualitäten

Sämtliche, sich im NedZink Lieferprogramm befindlichen Oberflächen, können für die Ausführung einer Paneelfassade gewählt werden. Im Sinne einer gleichmäßigen Oberflächenansicht von Beginn an, ist zur Verwendung von vorbewittertem NedZink NOVA oder NOIR mit Schutzfolie zu raten. Wird sich für die Fassadenbekleidung mit Profilen der walzblanken Oberfläche NATUREL entschieden, ist der natürliche Bewitterungsprozess und deren Entwicklungsstadien zu berücksichtigen. Die Bauerfahrung zeigt, dass die zu Beginn ungleichmäßige Bewitterung im Fassaden- und unmittelbaren Sichtbereich aus NATUREL oftmals Probleme mit der Akzeptanz seitens der Bauherrschaft aufwirft.

Unterkonstruktion

Die Stulppaneele werden als hinterlüftete Konstruktion auf nicht vollflächigen Holz- oder Metallunterkonstruktionen (z. B. Lattungen, Trapezprofile, mehrteilige UK-Systeme etc.) montiert. Geeignete Komplettsysteme für Unterkonstruktionen sind von mehreren Herstellern auf dem Markt. Informationen hierüber auf Anfrage. Die Befestigung erfolgt verdeckt mit Schrauben oder Nieten aus nichtrostendem Material. Die Quer- und Längsausdehnung muss in einer dehnungstechnisch getrennten Konstruktion berücksichtigt werden.

Abmessungen und objektbezogene Lösungen sind mit der NedZink Anwendungstechnik abzustimmen.

Winkelfalzsystem klassisch und linear

Scharenlängen und Scharenbreiten

Zur Fassadenbekleidung ist das Winkelstehfalzsystem besonders geeignet, da maschinell gekantete oder vorprofilierte Scharen bei der Montage kaum noch verformt werden müssen. Es wird lediglich die senkrechte äußere Kantung des Oberfalzes im rechten Winkel um den Unterfalz gelegt und zugedrückt. Dadurch entstehen sehr geringe Materialspannungen und man erhält eine Scharenfläche mit großer Planheit. Die Scharenlängen sollten eine Maximallänge von 6,00 m nicht überschreiten. Ist eine möglichst homogene, ebene Sichtfläche der fertigen Arbeit gewünscht, sollte die Maximallänge auf 3,00 m begrenzt werden, um Welligkeiten zu minimieren, z.B. in der Fassade. Bei der Breite der einzelnen Bekleidungsscharen kann theoretisch das ganze Spektrum der gespaltenen Bänder bis 670 mm genutzt werden. Ist eine gute Planheit und geringe Welligkeit gewünscht, sollte die Scharbreite ca. 500 mm nicht überschreiten. Werden Standardbänder eingesetzt, so bietet sich dort eine Bandbreite von 500 mm mit einer Scharenbreite von ca. 430 mm an. In Bezug auf die Planheit des Ausgangsmaterials sind Tafeln den Bändern vorzuziehen.

Materialdicke

Die kleinste einsetzbare Materialdicke für Fassadenbekleidungen in Winkelstehfalztechnik beträgt 0,7 mm. Um eine weitgehend plane, ästhetisch anspruchsvolle Oberfläche der Scharen auch in Bezug auf die Bewegungskräfte bei Wärmedehnung zu schaffen, sollte die Materialdicke in Abhängigkeit von Scharenabmessung und Gebäudehöhe auf 0,8 mm erhöht werden. Allerdings ist eine, wenn auch geringe, Unebenheit der Scharenoberfläche bei Einsatz von Dünnblechen, und darum handelt es sich bei den hier eingesetzten Materialdicken, nicht zu vermeiden.

Querverbindungen

Als Querverbindung bei durchlaufenden oder versetzten Querstößen kommt der einfache Querfalz zur Anwendung. Die Um- und Rückkantungen dienen nicht nur der Sicherheit gegen eintreibendes Niederschlagswasser, sondern auch der Querstabilisierung der Scharenflächen gegen Aufwölbung. In Sonderfällen – z.B. Eintrieb von Schnee/Niederschlag – kann die Verwendung des Querfalzes mit Zusatzfalz angeraten sein. Auch am oberen Ende der Scharen (Ortgang) sind Umkantungen anzubringen.

Befestigung

Die Befestigung der Scharen erfolgt sinngemäß wie für die Stehfalzsysteme beschrieben mit Festhafte und Schiebehafte.

Festhafte

Zur Aufnahme des Eigengewichtes gegen Abrutschen. Die Befestigung mittels Festhaften erfolgt bei der Fassadenbekleidung nur am oberen Ende in einem Bereich von 1 – 2 m, da sonst die Ausdehnungsbewegung nach unten behindert würde.

Schiebehafte

Der gesamte Bereich unter den Festhaften wird zur Aufnahme der Dehnungsbewegungen mittels Schiebehaften befestigt. Eine präzise Ausführung ist entscheidend für eine Minimierung der Wellenbildung. Hierbei ist auf die korrekte Stellung der Schiebezunge des Haftes beim Einfalzen zu achten.

Bewitterung

Fassadenbekleidungen können mit walzblankem NedZink NATUREL ausgeführt werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass solche Fassadenteile je nach Himmelsrichtung nur sehr gering oder gar nicht mit Feuchtigkeit beaufschlagt werden. Ist dieses der Fall, so kann die Patinabildung der Zinkoberfläche sehr lange dauern oder erfolgt ggf. ungleichmäßig. Ist von Beginn an eine gleichmäßige Oberflächenansicht gewünscht, so ist der Einsatz von NedZink NOVA oder NOIR die richtige Wahl. NedZink empfiehlt für Fassadenbereiche oder Anwendungen, die vor der natürlichen Bewitterung geschützt sind (z.B. unterhalb von Dachvorsprüngen) grundsätzlich werkseitig vorbewitterte Oberflächen einzusetzen.