Amphion Theater Doetinchem (Niederlande)

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Vom geneigten Mauerwerk zu einer Stehfalzfassade aus Titanzink

Das neue Amphion Theater in Doetinchem hat 2010 seine Türen geöffnet. Ein prestigeträchtiges Gebäude – und das zu Recht, denn das Theater wurde seither viermal zum Theater des Jahres gekürt. Weniger Glück hatte der Kulturbetrieb jedoch mit der geneigten Backsteinfassade und den dadurch verursachten architektonischen Problemen. Nach intensiven Beratungen wurde letztendlich beschlossen, das Mauerwerk durch eine Zinkstehfalzfassade aus NedZink NOVA zu ersetzen.

Untersuchungen an der bestehenden Fassade ergaben, dass die architektonischen Probleme durch die Wahl eines anderen Fassadenmaterials gelöst werden konnten, so Friso van der Steen vom Architekturbüro Mecanoo, das für den ursprünglichen Entwurf des Gebäudes verantwortlich war. „Wir wurden 2019 hinzugezogen, um an den Überlegungen zur neuen Fassade mitzuwirken. Unsere Idee war es, auf jeden Fall ein natürliches Material zu wählen. Im Gegensatz zu vielen künstlich gefärbten Materialien, die mit der Zeit verblassen, wird Titanzink im Alter immer schöner und bringt Dank der kleinen Farbnuancen Leben in die Fassade. Vor dreißig Jahren haben wir eine Schule in Silvolde mit Titanzink verkleidet und die Fassade sieht immer noch hervorragend aus.“

DESIGN MACHBAR MACHEN
Letztendlich hat sich Amphion für NedZink NOVA entschieden und die richtigen Partner in das Projekt einbezogen. „Unser Management und die Geschäftsleitung von Amphion haben sich gemeinsam der Absicht verschrieben, die Fassade zu ersetzen“, so Peter Spijkerbosch vom Hauptauftragnehmer ADS Groep. „Trotz des unerfreulichen Anlasses wurden klare Vereinbarungen getroffen, die als gute Ausgangsbasis dienten. Als Hauptauftragnehmer bestand unsere Aufgabe zunächst darin, den neuen Entwurf für die Zinkfassade in Zusammenarbeit mit dem ausführenden Architekturbüro IAA Architecten, dem Klempnerbetrieb Ridder Skins for Buildings und dem Statikbüro Brons Constructeurs für den Genehmigungsantrag auszuarbeiten. Im Anschluss daran folgte die Ausarbeitung der Pläne für den Start der Abrissarbeiten im Oktober 2020. Die gesamte Außenhülle wurde bis auf die Wärmedämmung entfernt. Anschließend wurde eine vorgehängte hinterlüftete Unterkonstruktion für die Zinkfassade ergänzt, die mittels der vorhandenen wasserdichten Schicht an der tragenden Hauptkonstruktion verankert ist.“

HANDWERKSKUNST
Ridder Skins for Buildings benötigte für die falztechnische Ausführung des NedZink-NOVA-Stehfalzsystems ca. ein halbes Jahr auf einer Fläche von insgesamt 3.000 m² in drei unterschiedlichen Bandbreiten. „Diese Variation war notwendig, um die Stehfalzschare optimal an die zufällig angeordneten Fensterrahmen anzupassen, die aus dem ursprünglichen Entwurf übernommen wurden“, erläutert Dennis Reek von Ridder Skins for Buildings. „Das Resultat ist ein verspieltes Fassadenbild. Die Stehfalzschare wurden in der Werkstatt vorgefertigt und nach Doetinchem transportiert. Vor Ort wurde jede Schar fachgerecht eingepasst und verfalzt.“ Das war pure Handwerkskunst. „Alle Winkel mussten nämlich fließend ineinander übergehen. Die Tatsache, dass das Gebäude nicht eingerüstet werden konnte, stellte zusammen mit der geneigten Fassade eine zusätzliche Herausforderung dar. Die gesamte Zinkfassade wurde deshalb über eine mobile Arbeitsbühne montiert. Die Arbeiten lockten zahlreiche Schaulustige in das Zentrum von Doetinchem.“

Das Endergebnis ist daher auch beeindruckend. „Ein unabhängiges Beratungs- und Bauaufsichtsbüro war während des Renovierungsprozesses ständig vor Ort. Nach der Übergabe konnten wir für die NedZink-NOVA-Stehfalzfassade eine versicherte Garantie gewähren. Eine zusätzliche Sicherheit für das Amphion Theater“, so Spijkerbosch abschließend.

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